Ein internes Urlaubsantrags-Tool ist ein klassischer Canvas-App-Reflex: Jemand braucht ein einfaches Formular und einen Freigabeschritt, also wird eine Canvas App gebaut, und eine Power-Apps-Lizenz pro Nutzer eingeplant.
Wenn Ihre Mitarbeitenden bereits D365-Enterprise- oder Premium-Lizenzen tragen (Sales, Customer Service, Field Service und ähnliche, nicht die Professional- oder Team-Members-Stufen), muss diese Budgetposition vielleicht gar nicht existieren. Diese Lizenzen enthalten unbegrenzte interne Power-Pages-Websites, solange die Site in derselben Umgebung wie die lizenzierte D365-App läuft. Derselbe Urlaubsantrag, derselbe Freigabeschritt, stattdessen als interne Power-Pages-Site gebaut, kostet lizenzrechtlich nichts extra.
Power Pages ist für diese Art Aufgabe kein Abstieg. Formulare, Listen, rollenbasierte Sichten und Freigabe-Workflows decken die meisten internen Self-Service-Szenarien ab, und es gibt keine App, die auf jedem Gerät installiert werden muss, ein Browser reicht.
Das ist kein Argument gegen Canvas Apps generell, sondern gegen den Reflex, aus Gewohnheit eine zu bauen, wenn die Lizenz für etwas anderes schon ungenutzt daliegt.
Mehr dazu: Den vollständigen Kostenvergleich Power Pages vs. Canvas App und was sonst noch inkludiert ist, zeigt Power Pages Lizenzwert: Was ist Out-of-the-Box enthalten?
Genau diesen Lizenz-Fit kartiere ich in einem Architektur-Workshop, bevor ein internes Tool zweimal gebaut wird.